Landespolitik in Frauenhand – Frauen bei den Grünen luden in den Landtag

Anlässlich des diesjährigen Themas der Frauenwochen „100 Jahre Frauenwahlrecht“ luden die Frauen bei den Grünen am 20. März in den Landtag nach Stuttgart. 35 Frauen erkundeten unter Führung der Esslinger Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr die Architektur des vor zwei Jahren modernisierten Gebäudes und trafen mit Staatsministerin Theresa Schopper eine Spitzenpolitikerin des Landes.

Also doch „Landespolitik in Frauenhand“? „Mitnichten“, so Lindlohr. Frauen seien mit 26% der Landtagsmandate stark unterrepräsentiert. „Wir Frauen wollen unseren fairen Anteil - an der politischen Macht, an wirtschaftlichen Chancen und an gesellschaftlichem Einfluss. Davon sind wir weit entfernt, gerade auch hier im Landtag.“ Bei den Grünen ist die Parität mit 22 weiblichen von 47 Abgeordneten bereits fast erreicht.

Theresa Schopper berichtete von ihrem Werdegang, der das Arbeiterkind aus dem Allgäu ins Staatsministerium führte. Dort ist sie heute verantwortlich für die politische Koordination der Regierungskoalition. Ihre Aufgabe beschrieb sie als Sherpa-Arbeit: „Ich ebne im Hintergrund den Weg zum Erfolg einer nachhaltigen Politik für das Land. Ich finde Wege, erkenne und umfahre Hindernisse und sichere Absturzstellen.“ Was man dazu braucht? Zähigkeit, Sachkenntnis und das Ziel vor Augen: „den Teppich knüpfen, auf dem man weitergehen kann“.

Die Staatsministerin ist auch verantwortlich für die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Nachbarländern und die Entwicklungszusammenarbeit des Landes. Themen, die der Ministerin Spaß machen, weil es um Zukunftsprojekte und konkrete Ansätze einer Zusammenarbeit unter Partnern geht. Dabei kümmert sie sich zudem um die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele, der sich die Landesregierung verpflichtet hat.

Der Abend klang aus in lockerem Rahmen im Haus der Abgeordneten bei einem kleinen Imbiss und Gesprächen. Es war ein Abend voller Zuversicht und Frauenpower, auch wenn klar wurde, dass es in der Gleichstellungspolitik und Geschlechtergerechtigkeit noch viel zu tun gibt.

Grüne fordern weiteren Kreisverkehr

20. März 2019

Die Esslinger Grünen sehen bei der Verkehrsführung im Esslinger Norden dringenden Handlungsbedarf. Konkret geht es um die stark zunehmende Verkehrsbelastung der Kreuzung bei der Hohenkreuzkirche, im Bereich der Mülberger- / Wäldenbronnerstraße und Seracher- / Flandernstraße.

„In diesem Querungsbereich der Straßen sind die Verkehrsverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich“, beobachtet die Fraktionsvorsitzende der Esslinger Grünen im Gemeinderat Carmen Tittel. Deshalb fordert sie, dass der Straßenraum an dieser Stelle übersichtlicher geordnet und für Fußgänger und Radfahrer sicherer gestaltet werden müsse.

„Hier sind viele Kindergartenkinder, Schüler und ältere Menschen zu Fuß unterwegs und täglich einem zunehmend aggressiveren Autoverkehr ausgesetzt. Das müssen wir baulich entschärfen“, so Tittel.

Mit den bestehenden Kreisverkehren beispielsweise am anderen Ende der Wäldenbronner Straße, in der Kirchacker- oder der Barbarossastraße konnten seit Jahren erhebliche Verkehrsentlastungen und deutlich mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erreicht werden.

Grüne fordern guten und verlässlichen Busverkehr

27. Februar 2019

Mit Blick auf die erneuten Diskussionen um die Busfirma Rexer, die sich nun schweren Vorwürfen von Konkurrenzbetrieben ausgesetzt sieht, fordern die Esslinger Grünen eine schnelle Prüfung durch die Verwaltung.

„Die Vorwürfe gegen Rexer sind schwerwiegend. Bis das Gegenteil bewiesen ist, gilt für uns aber die Unschuldsvermutung“, betont die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Esslinger Stadtrat Carmen Tittel. Es sei deshalb gut, dass die Stadt nun prüfen lasse, ob die Firma Rexer den Tarifvertrag einhalte. Schließlich sei das Einhalten des Tarifvertrags Grundlage der Beförderungsverträge zwischen Rexer und der Stadt Esslingen. Außerdem würde die Stadt Esslingen gegen das vom Landtag 2013 beschlossene Tariftreue- und Mindestlohngesetz verstoßen, wenn Rexer hier vertragsbrüchig wäre. „Im Endeffekt brauchen wir aber eine gute Diskussion darüber, wie wir in unserer Stadt den ÖPNV verbessern können. Ein attraktiver und verlässlicher Busverkehr ist eine wichtige Stellschraube, um den Verkehr und damit Luftverschmutzung und Lärm zu reduzieren“, fordert die Grünen-Chefin.

Auch Grünen-Ortsvorstand Andreas Fritz hofft auf eine schnelle Klärung: „Wir alle wissen, dass in nicht allzu weiter Ferne auf uns einige größere Baustellen zukommen werden. Deshalb brauchen wir bis dahin schnell mehr Vertrauen in einen funktionierenden ÖPNV, der die Menschen zum Umsteigen animiert. Sonst steuern wir unvermeidlich auf einen Verkehrskollaps zu.“